Das Land der Gegensätze


Indien ist eines der buntesten und interessantesten Länder der Welt. In den Großstädten bist du erst einmal von dem Trubel überwältigt – bei einer Yoga Stunde findest du dann zur inneren Ruhe. Indien ist das größte demokratische Land der Erde und hinter China mit über einer Milliarde Einwohnern das bevölkerungsreichste. Der Himalaya trennt den riesigen Subkontinenten vom Rest Asiens. Klimatisch gesehen ist das Land tropisch und heiß, nur im Norden am Fuße des Himalaya sind die Temperaturen mäßiger. Aufgrund der fast 200 Jahre dauernden Kolonialherrschaft Großbritanniens ist der englische Einfluss auch heute noch stark: Englisch ist offizielle Landessprache, Zeitungen und Unterricht sind in Englisch. Indien ist nach China das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt, welches sich vom Himalaya bis zum Indischen Ozean erstreckt. Dieser Vielvölkerstaat besteht aus den unterschiedlichsten Völkern, Kulturen und Religionen. Zwischen dem höchsten Gebirge der Welt, dem Himalaya im Norden und den tropischen Atollen des Südens liegen auf über 3.000 km unterschiedlichste Landschaften, die mehr als 1,1 Milliarde Menschen eine Heimat bieten.
Das Indien Programm bietet verschiedene Projekte, die auf drei Regionen aufgeteilt sind: Jaipur/Rajasthan, Himachal Pradesh und Goa.

Das Volunteer-Programm

Die Freiwilligenarbeit richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Die Mindestprogrammdauer beträgt 1 Monat und ist jederzeit verlängerbar.
Die Arbeit umfasst Tätigkeiten wie das Unterrichten in Schulen, Kinderbetreuung, Arbeit mit behinderten Kindern, Durchführung von Computerkursen oder die Mitarbeit im Waisenhaus.

Unterrichten an Schulen

Du solltest dich auf alle Fälle ohne große Probleme verständigen können, da du in Indien ggf. auch Englisch unterrichten wirst. Es ist nicht nötig, dass du Englisch studierst oder Lehramtsstudent/in bist, aber gute bis sehr gute Englischkenntnisse sind erforderlich.

Vor der Abreise solltest du dir Gedanken darüber machen, wie du den Unterricht gestalten könntest und was für Lernmittel du nutzen könntest. Du könntest z.B. englische Lieder oder Zeitungsausschnitte erarbeiten. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten um die englische Sprache zu vermitteln. Dieses Programm solltest du nicht wählen, um deine eigenen Englischkenntnisse zu verbessern.

Der Schwerpunkt des Programms ist das Unterrichten in Grundschulen und die Kinderbetreuung in Betreuungszentren, so genannten Aanganbaris. Die Volunteers unterrichten in den Schulen nicht nur Englisch und Mathe, sondern malen, basteln, spielen mit den Kindern und helfen bei der allgemeinen Betreuung. Die Schulklassen in Indien sind zumeist sehr groß, so dass die Volunteers eine willkommene Unterstützung für die einheimischen Lehrer sind. Relevante Praxiserfahrung in diesen Bereichen ist sicher von Vorteil, viel wichtiger ist jedoch eine gehörige Portion Flexibilität und Kreativität. In der Regel wirst du drei bis vier Stunden pro Tag unterrichten, an den Wochenenden hast du für gewöhnlich frei. 

Die indische Mentalität spielt bei der Einarbeitung und Zusammenarbeit eine nicht unbedeutende Rolle, es ist daher sehr wichtig, dass du dich selber intensiv einbringst und deine Ideen und Vorstellungen mit den Lehrern/Projektleitern absprichst. Viele Teilnehmer schließen hier Freundschaften fürs Leben.

Diese Tätigkeiten sind möglich:


Arbeit in Bildungsprojekten in Indien

  • Einfache Englisch- und Rechenkenntnisse an Kinder vermitteln
  • Schulkinder zu mehr Sauberkeit und Hygiene anleiten
  • Unterrichtsmaterialien erarbeiten
  • Kinder zum regelmäßigen Schulbesuch motivieren und spielerisches Lernen vermitteln
  • Kreativität fördern (malen, spielen, singen)
  • Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterricht
  • Vermittlung von PC-Kenntnissen
  • Maßnahmen zur Förderung der Bildung und des Selbstwertgefühls von Mädchen und Frauen, z.B. PC- bzw. Englischunterricht, Sportaktivitäten etc

Arbeit im Bereich Kinderfürsorge in Indien

  • Versorgung, Pflege und Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten
  • Organisation von Freizeitaktivitäten sowie für Sport und Bewegung der Kinder sorgen ggf. auch für behinderte Kinder
  • Unterstützung bei der Gesundheitsvorsorge

Renovierungsarbeiten

  • Umbau-, Instandhaltungs-  und Verschönerungsarbeiten an Schulen, Kindertagesstätten etc.

Es ist enorm wichtig, dass du für das Indien Programm viel Flexibilität, Ideenreichtum, Improvisationsvermögen und Eigeninitiative mitbringst.

Die Menschen

Die überwiegende Mehrheit der Inder sind Hindus. Gesellschaftlich bedeutet dies festgelegte Strukturen, die sich auch heute am Kastensystem orientieren. Höflichkeit sowie Respekt vor älteren Personen spielen in der indischen Kultur eine ganz wesentliche Rolle. Da du dich in einen völlig fremden Kulturraum begibst, sind Geduld, Anpassungsvermögen, Selbständigkeit und Reiseerfahrung sehr wichtig. Inder leben sehr traditionell, dies müssen die Volunteers in ihrer Kleiderwahl beachten.
Die indische Kultur unterscheidet sich grundlegend von der europäischen: und wir erwarten von unseren Teilnehmern, dass sie den Indern mit einer offenen und respektvollen Einstellung begegnen und die dortige Lebensweise nicht vorschnell beurteilen! Die beste Art, sich auf seinen Indien-Aufenthalt vorzubereiten ist, sich möglichst umfassend über das Land und die Kultur zu informieren.

Das Klima

In der Region von Rajasthan herrscht subtropisches Kontinentalklima und die Temperaturen schwanken zwischen 10 bis 15 Grad im Winter und steigen bis auf 40 Grad im Sommer. In Himachal Pradesh schwankt das Klima von heiß über tropisch bis kalt. Insbesondere die Nächte können sehr kalt werden. In der Küstenregion von Goa ist es ganzjährig konstant heiß.

Partner

Die indische Partnerorganisation bietet seit dem Jahr 2000 die Organisation von Freiwilligenarbeit in Himachal Pradesh, Goa und Rajasthan. Die Gründung geht auf eine Gruppe von europäischen Studenten zurück, die vor fast zehn Jahren bei einer lokalen Hilfsorganisation nach einer Möglichkeit der sozialen Arbeit gesucht haben. Unser Partnerveranstalter organisierte damals für die Studenten die Möglichkeit, in Schulen für Nomaden zu unterrichten. Aus diesem kleinen lokalen Projekt entwickelte sich rasch ein Netzwerk von verschiedenen Standorten in drei Bundesstaaten Indiens.

Die Unterbringung während des Programms erfolgt auf dem jeweiligen Campus in Mehrbettzimmern (min. 3 Personen). Bei allen Programmen startest du mit Orientie-rungstagen vor Ort. Diese gestalten sich je nach Region ein wenig anders.

Die Verpflegung ist während des gesamten Programms im Preis enthalten; lediglich während Exkursionen (sollten diese extra gebucht werden) wird nur das Frühstück gestellt. Bei dem Essen, das von den indischen Mitarbeitern zugerichtet wird, handelt es sich um indisches Essen, allerdings wird Rücksicht darauf genommen, dass Europäer starke Gewürze in der Regel nicht gewohnt sind.

Bitte beachte, dass die Unterkünfte sehr einfach ausgestattet sind, es gibt zum Beispiel keine herkömmlichen Duschen. Inder benutzen einen Eimer mit Wasser und eine kleine Schale, mit der sie das Wasser über sich schütten. Wasser- und Stromausfälle sind keine Seltenheit.

Unsere Partnerorganisation bietet auch einige gesonderet Exkursionen an. Hier bekommt ihr einen guten Eindruck von einer solchen Exkursion.